IPFO «Streetphotography – Jens Krauer»

Das Haus der Fotografie präsentiert Jens Krauer

Haus der Fotografie, Kirchgasse 10, 4600 Olten.
Ausstellung vom 24. Januar 2026 bis 22. März 2026
 

  • IPFO: Streetphotography Kens Krauer

Ab dem 24. Januar 2026 zeigt das Haus der Fotografie die Ausstellung „Streetphotography – Jens Krauer“, die spontane urbane Begegnungen in den Fokus rückt.

Der in Zürich lebende Fotograf Jens Krauer zeigt Arbeiten, die er unverfälscht und gleichzeitig unbemerkt in den Menschenmengen auf den Strassen von New York, Istanbul, Hongkong und Tokio aufgenommen hat. Mit einem einfühlsamen und neugierigen Blick hat er Momente festgehalten, die das menschliche Dasein berühren und zeigen, wie wir unseren Weg durch die Welt finden.

Bereits 2023 begeisterte der Fotograf Jens Krauer am 4. International Photo Festival Olten (IPFO) mit ausgewählten Fotografien, die er fünf Tage lang in einer Ausstellung präsentierte. Nun kehrt er zurück – diesmal mit einer umfassenden Einzelausstellung, die seine während 10 Jahren entstandenen, dokumentarischen Strassenfotografien aus urbanen Zentren weltweit präsentiert. Geduld, Offenheit und Neugier sind seine ständigen Begleiter, wenn er sich auf die Strassen begibt, deren Rhythmus, Energie und Herausforderungen ihn seit jeher faszinieren. Hier entdeckt er die zentralen Themen, die seine Arbeit prägen: Zeit, Wandel und die sich ständig verändernde urbane Landschaft. Auch die Kraft der Fotografie, über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg zu informieren, zu lehren und die Vergänglichkeit zu überdauern, sind Bestandteil seines Schaffens. In diesem Sinne sind auch Fotografien Teil der Ausstellung, die er als Fotojournalist in verschiedenen Regionen an Brennpunkten aufgenommen hat. Seine Fotografien aus Tschernobyl halten zum Beispiel den Augenblick, die Stille und die vergangene Zeit fest – an einem Ort, an dem sich in diesem Jahr die Reaktorkatastrophe zum 30. Mal jährt. Die Ausstellung zeigt auch weiter Fotografien aus der Ukraine, darunter Arbeiten aus Hostomel und Kyjiw nach den Kämpfen von 2022, aus dem Frontabschnitt Awdijiwka, der seit 2014 umkämpft ist, vom Maidan als Ort der politischen Proteste 2013/14 sowie der Umbrella Revolution in Hongkong 2014. Krauer unterscheidet klar zwischen Beobachten und Dokumentieren. Während das Beobachten für ihn eine Form der Kontrolle darstellt, versteht er das Dokumentieren als eine Form der Liebe – geprägt von Respekt und Ehrlichkeit gegenüber seinen Motiven. Er verweilt nur so lange, wie nötig, um mit der Umgebung zu verschmelzen. Als Purist fügt er sich unauffällig in die Szenerie ein, ohne Wellen in dem Meer von Menschen zu schlagen – auch wenn manche Situationen Mut, Entschlossenheit und sorgfältige Planung erfordern. So gelingen ihm Aufnahmen, die den städtischen Alltag genau so zeigen, wie er ist: unverfälscht, intensiv und unmittelbar.

Freddy Langer von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ, 2025) beschreibt Krauers Street Photography treffend: Sie sei ehrlich, offen und von einem unerschütterlichen Blick geprägt. Sie zeige das urbane Leben ohne Sentimentalität, zugleich aber mit einem tiefen Bewusstsein für das Menschliche. In seinen Bildern rückt Jens Krauer Menschen und ihre Geschichten in den Vordergrund, in der Hoffnung, beim Betrachter Emotionen zu wecken und Raum für eigene Interpretationen zu lassen. Licht, Situation und Motiv verschmelzen zu einer Geschichte des Augenblicks, in der unverfälschte Momente und echte Emotionen im Vordergrund stehen.

Ausstellungseröffnung: 24. Januar 2026.
Ausstellungsende: 22. März 2026.
Adresse: Haus der Fotografie, Kirchgasse 10, 4600 Olten.
Öffnungszeiten: Mittwoch 14.00 – 18.00 Uhr, Donnerstag und Freitag 14.00 – 20.00 Uhr, Samstag Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr.

https://www.ipfo.ch

https://jenskrauer.com